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ÄSQR informiert

Hinweise der Ärztlichen Stelle des Landes Brandenburg zur Qualitätssicherung in der Radiologie (ÄSQR) zu SARS Cov-2

Das Strahlenschutzgesetz legt im § 83 als Voraussetzung zur Untersuchung von Patienten mit ionisierender Strahlung fest, dass die Anwendung erst durchgeführt werden darf, nachdem ein Arzt oder Zahnarzt mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz entschieden hat, dass und auf welche Weise die Anwendung durchzuführen ist (rechtfertigende Indikation). 

Die rechtfertigende Indikation erfordert bei Anwendungen im Rahmen einer medizinischen Exposition die Feststellung, dass der gesundheitliche Nutzen der einzelnen Anwendung gegenüber dem Strahlenrisiko überwiegt. Im Weiteren heißt es in § 119 der Strahlenschutzverordnung: Der die rechtfertigende Indikation stellende Arzt oder Zahnarzt hat neben der Einhaltung der Anforderungen nach § 83 des Strahlenschutzgesetzes zu prüfen, ob es sich bei der vorgesehenen Anwendung ionisierender Strahlung oder radioaktiver Stoffe um ein anerkanntes Verfahren nach den Erfordernissen der medizinischen Wissenschaften oder um einen Heilversuch handelt, dessen Durchführung durch den Arzt oder Zahnarzt besonders zu begründen ist.

Im Zusammenhang mit der SARS Cov-2 Pandemie tauchen derzeit gehäuft Fragen zur Bildgebung in der Radiologie bei symptomatischen und nicht symptomatischen Patienten auf. Die deutsche Röntgengesellschaft - Arbeitsgemeinschaft Thoraxbildgebung hat in diesem Zusammenhang am 26.03.2020 Informationen und daraus hervorgehende Empfehlungen veröffentlicht, die Sie auf der Homepage der DRG finden.

https://www.drg.de/de-DE/5995/covid-19/

In einer Zusammenfassung wurde folgendes veröffentlicht:

  • Der primäre Test für die Diagnose von SARS Cov-2 ist die PCR.
  • Bei negativem PCR Test und Verdacht auf COVID-19 sind serielle PCR Tests die Methode der Wahl.
  • LDCT Zeichen sind nicht spezifisch für COVID-19 und können auch bei anderen Viruspneumonien vorkommen. Jedoch gibt es Berichte aus China, dass in der Situation: 1. passende klinische Symptome, 2. negativer PCR Test, 3. hohe lokale Prävalenz von SARS-Cov-2 und 4. klinische Konsequenz (d.h. bei Patienten mit ausgeprägter Symptomatik, die eine Hospitalisierung erfordern), eine native LDCT die Diagnose stellen kann, welche dann durch serielle PCR Tests bestätigt werden muss.
  • Eine negative LDCT schließt COVID-19 nicht aus.
  • Natives LDCT oder Röntgen Thorax können zur Einschätzung des Schweregrades und zur Verlaufskontrolle bei klinischer Indikation in schweren Fällen hilfreich sein.
  • Der Radiologe muss mit den typischen LDCT Befunden von COVID-19 vertraut sein, um ihn als Zufallsbefund bei CTs mit einer anderen Indikation (z.B. Ausschluss Lungenarterienembolie) zu erkennen

Diese Empfehlungen stellen den aktuellen Stand der Wissenschaft dar und zeigen das derzeit anerkannte Verfahren zur Bildgebung bei SARS Cov-2 nach den Erfordernissen der medizinischen Wissenschaften auf. Aus diesem Grund sollte sich an diesen Empfehlungen orientiert werden. Bei Abweichungen von diesen Empfehlungen sind diese von einem fachkundigen Arzt in jedem Einzelfall zu begründen.
Die Notwendigkeit der Stellung der rechtfertigenden Indikation durch einen fachkundigen Arzt wird derzeit durch kein anders geltendes Gesetz außer Kraft gesetzt.

Sollten Sie Fragen zur Bildgebung bei SARS Cov-2 oder zu den gesetzlichen Grundlagen des Strahlenschutzes haben berät die Ärztliche Stelle Röntgen sie gern.

Kontakt:
Telefon: 0355 78010 220