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Pressemitteilung

Ärztliche Kompetenzen müssen ausschließlich bei Ärzten bleiben

Potsdam, 27.06.2017 Im Rahmen des Hauptstadtkongresses hat sich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe für die Delegation und Substitution ärztlicher Leistungen an nicht-ärztliches Personal ausgesprochen. Die Landesärztekammer Brandenburg fordert den Bundesgesundheitsminister erneut auf, diese Idee zu überdenken.

Gröhe zeigte sich beim Hauptstadtkongress verwundert darüber, dass Delegation und Substitution nach wir vor „angstbesetzte“ Themen bei Ärzten seien. „Hier geht es nicht um Angst, sondern um ganz klare Aufgaben- und Kompetenzverteilungen innerhalb des Gesundheitssystems, die zum Wohle der Patienten dienen. Ein Medizinstudium mit anschließender Facharztausbildung kann nicht gleichgesetzt werden mit nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen. Pflegeberufe über Substitution zu stärken ist der falsche Weg“ äußerte der Vizepräsident der Landesärztekammer Brandenburg, Dr. med. Hanjo Pohle.

Dr. Pohle bezieht sich dabei auch auf das von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung herausgegebene Papier zur Beschreibung eines „Physician Assistant“, der auf dem 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg die Zustimmung der Mehrheit der Delegierten fand. Darin heißt es unter anderem: „Der Arzt darf Leistungen, die er aufgrund der erforderlichen besonderen Fachkenntnisse nur höchstpersönlich erbringen kann, nicht delegieren.“

„Sollte aber mit der Akademisierung von Gesundheitsberufen die Substitution ärztlicher Leistungen gemeint sein, so ist ein Qualitäts- und Leistungsverlust des deutschen Gesundheitswesens vorprogrammiert und wird zu Lasten des Patientenwohles gehen. Der Gesetzgeber wird Patientinnen und Patienten erklären müssen, weshalb die Aufstockung der Anzahl von Medizinstudienplätzen verweigert wird und stattdessen neue Gesundheitsberufe aus der Taufe gehoben werden“ so Dr. Pohle.

Die Landesärztekammer Brandenburg fordert das Bundesgesundheitsministerium erneut auf, keine Vermengung von akademischen und nicht-akademischen Berufen zuzulassen.