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Vorhaben für die kommenden vier Jahre

Der Vorstand der Landesärztekammer informiert

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
seit der Wahl des neuen Vorstandes der Landesärztekammer Brandenburg sind nun rund 100 Tage vergangen und wir möchten die Gelegenheit nutzen, eine erste Bilanz zu ziehen und Sie von den berufspolitischen Zielen und bisherigen Ergebnissen der Vorhaben des Vorstandes zu unterrichten.

Präsident, Vizepräsident und die übrigen Mitglieder des Vorstandes sind angetreten, um der Idee einer Ärztekammer als wichtigste Standesorganisation und Interessenvertretung aller Ärztinnen und Ärzte wieder mehr Gewicht zu verleihen. Es gilt, die mangelnde Akzeptanz der Selbstverwaltung, welche auch in der schlechten Wahlbeteiligung sichtbar wurde, durch geeignete und dauerhafte Elemente der Einflussnahme durch die Kammermitglieder zu verbessern.
Im Vordergrund unseres Bemühens müssen innerärztliche Antworten auf dringende gesundheits-politische Fragen stehen:

  • Wie steht die brandenburgische Ärzteschaft zu Problemen der Patientensteuerung, der Verzahnung ambulanter mit stationärer Versorgung, der zunehmenden Digitalisierung unserer Arbeitswelt, der Delegation und Substitution ärztlicher Leistungen?
  • Wie viel staatliche Einflussnahme wird die Ärzteschaft in Zukunft tolerieren und was ist sie selbst bereit, durch Selbstverwaltung eigenständig zu regeln?

Es wird nur gemeinsame Antworten geben können. Lagerspezifische Ressentiments zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor sind nicht mehr zeitgemäß und nicht zielführend. Es müssen innerärztliche Gemeinsamkeiten fokussiert werden und wir müssen unsere Positionen zusammen vor der Gesellschaft und der Politik vertreten.

Was haben Sie von uns zu erwarten?

  • Wir werden die Weiterbildung von jungen Ärztinnen und Ärzten durch einen besonderen Ausschuss in der Ärztekammer fördern, damit auch diese Kolleginnen und Kollegen selbst zu Wort kommen können.
  • Der Vorstand der Landesärztekammer hat eine Arbeitsgemeinschaft aus den Ausschüssen ambulanter Versorgung und stationärer Versorgung initiiert, um die erwähnte Verzahnung der Sektoren konkret in den Blick zu nehmen.
  • Wir werden im Ärzteparlament durch Satzungsänderungen Bedingungen schaffen, die es auch kleinen Gruppen ermöglichen, Einfluss zu nehmen. Sie können damit Ihre Anliegen an die lokalen Ärztekammerdelegierten herantragen und sie beauftragen, sich im Parlament für Sie stark zu machen.
  • Wir beabsichtigen, die Fortbildung zu stärken, indem in Qualität und Innovation unserer eigenen Akademie investiert wird.
  • Es wurde bereits für dieses Jahr eine Beitragssenkung vorgenommen und auch zukünftig werden wir daran arbeiten, die Beiträge so gering wie möglich zu halten.
  • Wir wollen künftig anbieten, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte von ihrer gesetzlichen Pflicht der langjährigen Aufbewahrung und Pflege von Patientenakten nach Praxisaufgabe zu entlasten. Dazu prüfen wir die Einrichtung eines zentralen Archivs unter der Obhut der Landesärztekammer mit entsprechender Unterstützung des Landes Brandenburg. Auch Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen könnten u. U. davon profitieren.
  • Wir planen die Durchführung von Evaluationen, um gezielt Ihre Sorgen und Wünsche zu erkennen und als Körperschaft effizienter zu werden. Dies ist noch nie erfolgt, umso mehr bitten wir dabei um Ihre Mithilfe. Sie werden zudem erstmalig direkt Einfluss nehmen können, indem Sie im Internetportal der Landesärztekammer Fragen und Probleme an den Vorstand richten können. Informieren Sie sich dazu regelmäßig unter www.laekb.de .
  • Unser Ziel ist es, Sie besser als bisher zu informieren und intensiver mit in das berufspolitische Geschehen einzubinden, denn Beschlüsse jedweder Art brauchen an der Basis Akzeptanz und die erlangt man nur, wenn die Bedürfnisse und Wünsche hinreichend bekannt sind.
  • Wir, als neu gewählter Vorstand, werden all unsere Aktivitäten und Beschlüsse dahin-gehend zu betrachten haben, inwieweit sie der brandenburgischen Ärzteschaft nutzen und den Herausforderungen zukünftiger Jahre entsprechen.

Ohne Ihre Mithilfe und Ihre Anregungen wird es nicht gehen, und um diese werben wir in diesem Brief.

Mit kollegialen Grüßen

Ihr Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz | Präsident

Ihr Dr. med. Hanjo Pohle | Vizepräsident