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Pressemitteilung

Landesärztekammer Brandenburg: Delegation ärztlicher Leistungen kann nicht akzeptiert werden

Potsdam, 30.03.2017. Die CDU möchte in der kommenden Legislaturperiode dem demographischen Wandel unter anderem mit der Delegation ärztlicher Leistungen an nicht-ärztliches Personal begegnen. Die Landesärztekammer Brandenburg kritisiert diese Pläne.

„Wer durch derartige Vorhaben durchaus sinnvolle Delegationen in den Bereich der Substitution ärztlicher Leistungen verschiebt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, den ärztlichen Beruf und die Kompetenz des Arztes bei Diagnose und Therapie in Frage zu stellen. Darüber hinaus haben diese Pläne das erhebliche Potential, zur Gefährdung des Patientenwohles beizutragen“ so Dr. med. Hanjo Pohle, Vizepräsident der Landesärztekammer Brandenburg.

Die CDU schlägt vor, dass Patienten zukünftig unter anderem ein Direktzugang zu Therapeuten ermöglicht wird, ohne vorherige ärztliche Verordnung.
„Hier liegt klar eine Kompetenzüberschreitung vor. Man kann ein Medizinstudium und eine Facharztausbildung nicht mit nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen vergleichen oder gar ersetzen“ sagt der Präsident der Landesärztekammer, Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz.

Die Landesärztekammer fordert Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe auf, diese Pläne zu durchdenken und keine Vermengung akademischer und nicht-akademischer Gesundheitsberufe sowie damit verbundene Kompetenzen voranzutreiben.