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Geschäftsbericht 2017

Jahresbericht

Geschäftsbericht

Vorstand und Geschäftsführung legen Rechenschaft über die Tätigkeit der Landesärztekammer Brandenburg ab.

Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz, Präsident

Das Jahr 2017 war in vielem ein Neubeginn. Im Januar hat der durch die Kammerdelegierten neu gewählte Vorstand seine Arbeit aufgenommen. Viele Dinge, die der neue Vorstand in seinem 100-Tage-Brief angekündigt hat, konnten bereits umgesetzt werden. Mit der Gründung des neuen Ausschusses für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung haben wir es geschafft, den jungen Kolleginnen und Kollegen eine Möglichkeit zu geben, sich selbst in die Entscheidungen der ärztlichen Selbstverwaltung einzubringen. Auch die Nachwuchsgewinnung spielte bei unseren Überlegungen, einen solchen Ausschuss ins Leben zu rufen, eine große Rolle.

An vielen deutschlandweit geführten gesundheitspolitischen Diskussionen haben wir uns aktiv beteiligt und wurden auch gehört. Ich denke da zum Beispiel an die Diskussion zur Fernbehandlung. Hatte die Mehrheit der Delegierten auf dem Deutschen Ärztetag in Freiburg der Möglichkeit einer Fernbehandlung und der damit verbundenen Änderung der Berufsordnung zugestimmt, so haben sich die Brandenburger klar gegen eine solche Neuregelung gestellt und dies auch im Nachhinein bekräftigt. Wir setzen uns auch weiterhin dafür ein, dass es zumindest einen direkten Kontakt zwischen Arzt und Patient geben muss.

Ein Thema, welches uns bis in den Dezember beschäftigt hat, war und ist auch weiterhin der „Masterplan Medizinstudium 2020“. Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 19. Dezember wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: der Staat muss die Vergabe der Studienplätze zukünftig neu regeln. Dabei geht es auch und besonders um Gerechtigkeit. Das Ziel, mehr Studienplätze zu schaffen, ist damit allerdings noch nicht erreicht und auch die Abiturnote wird weiterhin eine Rolle bei den Auswahlverfahren spielen. Es bleibt also noch einiges zu tun auf dem Weg zur Nachwuchsgewinnung.

Mit der Resolution der Kammerversammlung zur Ablehnung eines „Physician Assistant“ haben wir uns ebenfalls klar positioniert und dies auch offen diskutiert. Die brandenburgische Ärzteschaft will kein Substitutionsmodell in Form eines neuen Berufes, in welchem es möglich sein soll, bisher allein dem Arzt vorbehaltene Aufgaben an nicht-ärztliches Personal abzugeben. Delegation ja, Substitution nein. Auch dafür haben wir uns 2017 eingesetzt und werden es weiterhin tun.

Erfolgreich waren im Jahr 2017 unsere gesundheits- bzw. berufspolitischen Veranstaltungen. Zahlreiche Teilnehmer waren bei den Veranstaltungen zum „Antikorruptionsgesetz“ und zur „Digitalisierung im Gesundheitswesen“ dabei. Auch zukünftig wollen wir Veranstaltungen zu aktuellen Themen anbieten, auch, um mit Ihnen direkt ins Gespräch zu kommen.

Und auch dieses ist seit 2017 möglich: auf unserer Internetseite haben Sie die Möglichkeit, mit dem Vorstand der Landesärztekammer Brandenburg Kontakt aufzunehmen. Sie können Ihre Fragen stellen, Ihre Wünsche und auch Probleme äußern. Unser langfristiges Ziel ist es, alle Kolleginnen und Kollegen in die Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen. Nutzen Sie daher gerne dieses Angebot, mit uns ins Gespräch zu kommen.

Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz
Präsident der Landesärztekammer Brandenburg

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