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Berufsausbildung in Teilzeit

Dieses Problem kennen viele Ärztinnen und Ärzte: Oft ist es schwierig, Ausbildungsplätze für Medizinische Fachangestellte in den Praxen zu besetzen - ein Problem, das sich aufgrund des demografischen Wandels in Brandenburg noch weiter verschärfen wird.

Dieses Problem kennen viele Ärztinnen und Ärzte: Oft ist es schwierig, Ausbildungsplätze für Medizinische Fachangestellte in den Praxen zu besetzen - ein Problem, das sich aufgrund des demografischen Wandels in Brandenburg noch weiter verschärfen wird.

Vor diesem Hintergrund informiert der Bundesverband Freie Berufe (BFB) über die Möglichkeit der Ausbildung zur MFA in Teilzeit.

Die Berufsausbildung in Teilzeit bietet gleich mehrere Vorteile. So können Auszubildende auch nach Mutterschutz oder Elternteilzeit ihre Ausbildung auf diese Art erfolgreich beenden. Bereits geleistete Investitionen waren nicht umsonst. Außerdem lässt sich so in vielen Fällen die Arbeitszeit der Auszubildenden flexibel in die Praxisabläufe integrieren. Durch die eventuell verlängerte Ausbildungszeit sind die Auszubildenden über einen längeren Zeitraum einsetzbar. Und schließlich kann man Kosten senken, da eine reduzierte wöchentliche Ausbildungszeit auch die monatliche Vergütung entsprechend verringert.

Die Teilzeitberufsausbildung ist im Berufsbildungsgesetz (BBiG) in § 8 geregelt: "Auf gemeinsamen Antrag der Auszubildenden und Ausbildenden hat die zuständige Stelle (Berufskammer) die Ausbildungszeit zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht wird. Bei berechtigtem Interesse kann sich der Antrag auch auf die Verkürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit richten (Teilzeitberufsausbildung)".

Hinsichtlich der Vergütung wird verlangt, dass diese vertraglich festgelegt wird und angemessen ist. Arbeitet die angehende MFA weniger, als in der Ausbildungsordnung vorgesehen ist, so kann eine abgesenkte, angemessene Vergütung in Betracht kommen. Als angemessen wird nach Aussage des BFB in aller Regel ein Betrag angesehen, der nicht genau proportional zu der geminderten Ausbildungszeit sinkt, sondern zwischen den beiden Werten liegt, also bei 80 Prozent der Ausbildungszeit auf etwa 90 Prozent der bei Vollzeit üblichen Vergütung. Auszubildende, die mit Kind im eigenen Haushalt leben, haben außerdem einen ergänzenden Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe.

Hinsichtlich der konkreten zeitlichen Ausgestaltung gibt es gewisse Spielräume. Üblich ist die tägliche oder wöchentliche Verkürzung, ohne dabei den Termin der Abschlussprüfung zu verschieben. Dazu muss die Arbeitszeit einschließlich des Berufsschulunterrichts mindestens 25 Wochenstunden bzw. 75 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit betragen. Sollte damit jedoch das Bestehen der Prüfung in Gefahr geraten, so kann - auch nachträglich - die Gesamtausbildungszeit verlängert werden. In diesem Fall muss die Arbeitszeit inklusive Unterricht mindestens 20 Wochenstunden betragen. Der Unterricht in der Berufsschule findet wie bei der Vollzeitausbildung statt. Die Berufsschule muss über die Teilzeitausbildung informiert werden.

Quelle: BÄB 9/2013