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Berufsausbildung Medizinischer Fachangestellter in Teilzeit

Die Berufsausbildung zur/m Medizinischen Fachangestellten beträgt nach Ausbildungsverordnung drei Jahre und ist als Vollzeitausbildung angelegt. Für einen Teil der Auszubildenden stellen allein schon diese beiden Kriterien eine scheinbar unüberwindbare Hürde dar. Für diesen Personenkreis kann die Ausbildung in Teilzeit eine Alternative bieten, den Berufsabschluss dennoch zu erreichen.

Die Berufsausbildung zur/m Medizinischen Fachangestellten beträgt nach Ausbildungsverordnung drei Jahre und ist als Vollzeitausbildung angelegt. Für einen Teil der Auszubildenden stellen allein schon diese beiden Kriterien eine scheinbar unüberwindbare Hürde dar. Für diesen Personenkreis kann die Ausbildung in Teilzeit eine Alternative bieten, den Berufsabschluss dennoch zu erreichen.

Zielgruppe

Junge Eltern oder Auszubildende, die einen Angehörigen pflegen, haben es häufig schwer, familiäre Verpflichtungen und Vollzeit-Berufsausbildung zu bewältigen. Für diesen Personenkreis ist es bereits seit 2005 nach § 8 BBiG möglich, die Berufsausbildung in Teilzeit zu absolvieren.
Bei nachweislich berechtigtem Interesse können Auszubildende und Ausbildende gemeinsam die Teilzeitausbildung bei der Landesärztekammer Brandenburg schriftlich beantragen - sowohl vor als auch während der Ausbildung.

Ausbildungszeit

Bei einer wöchentlichen Ausbildungszeit von mindestens 30 Stunden können angehende MFA im Land Brandenburg die dreijährige Regelausbildungsdauer beibehalten.
Weitere Reduzierungen sind möglich, jedoch mit einer Verlängerung des Ausbildungsvertrages verbunden, damit noch ausreichend praktische Ausbildung stattfinden kann.
Ausbildende und Auszubildende klären gemeinsam, wie die praktische Ausbildungszeit auf die einzelnen Wochentage verteilt wird. Die Berufsschule ist in vollem Umfang zu besuchen.

Urlaub

Teilzeitauszubildende haben denselben Urlaubsanspruch wie Vollzeitauszubildende. Ist die reduzierte Ausbildungszeit auf 5 Arbeitstage pro Woche verteilt, haben z.B. volljährige Teilzeitauszubildende ebenso Anspruch auf mindestens 20 Arbeitstage Urlaub pro Jahr wie Vollzeitauszubildende.
Verteilt sich dagegen die reduzierte Wochenarbeitszeit auf weniger als 5 Arbeitstage, so haben Teilzeitauszubildende nur Anspruch auf reduzierten Jahresurlaub. Dieser „echte“ Urlaubsanspruch lässt sich wie folgt berechnen:

    • Urlaub bei Vollzeitausbildung: 5 Arbeitstage x Anzahl der tatsächlichen Wochenarbeitstage

Beispiel bei einer 4-Tage-Ausbildungswoche:

  • 20 Arbeitstage: 5 Arbeitstage x 4 Arbeitstage = 16 Arbeitstage echter Urlaubsanspruch

Vergütung

Auch Teilzeitauszubildende haben Anspruch auf eine angemessene Vergütung. Aufgrund einer fehlenden speziellen Regelung scheint eine der verkürzten Ausbildungszeit entsprechende anteilige Kürzung der Ausbildungsvergütung sachgerecht zu sein.
Der Bundesverband der Freien Berufe empfiehlt allerdings, die Ausbildungsvergütung nicht genau proportional der geminderten Ausbildungszeit zu kürzen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt in der Broschüre „Ausbildung in Teilzeit“ (www.bmbf.de) einen Überblick über verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten des Lebensunterhalts für Auszubildende.

Kathrin Kießling
Referatsleiterin Ausbildung MFA
September 2018